Textsorten - Antrag/Projektskizze


Das Stellen von Anträgen für die Förderung von wissenschaftlichen Projekten - im Jargon des Wissenschafts-managements auch gerne als das Einwerben von Drittmitteln bezeichnet - ist eine heute nicht mehr wegzudenkende Tätigkeit von WissenschaftlerInnen aller Fachrichtungen. Freilich, die näheren Umstände der Förderansuchen unterscheiden sich grundlegend von Disziplin zu Disziplin; gemeinsam ist allen Projektanträgen allerdings ihre Schlüsselrolle im Wissenschaftsbetrieb: Ohne erfolgreiche Antragstellung könnte so manches bahnbrechendes Forschungsprojekt gar nicht realisiert werden.

Als Textsorte gehören Projektanträge zu den sogenannten sekundären wissenschaftlichen Textsorten. Sie sind nicht im eigentlichen Sinne forschungsrelevante Texte, sie berichten keine Forschungsergebnisse und werden nicht als Fachpublikation in Lebensläufen geführt. Im Grunde werden sie gar nicht veröffentlicht, ihr Publikum ist stark eingeschränkt und schließt neben SachbearbeiterInnen und Vergabekommittes nur einige wenige GutachterInnen mit Expertenstatus mit ein. Da dennoch so außerordentlich viel von dieser Textsorte abhängt, ist es nicht verwunderlich, dass Projektanträge zu den am häufigsten betreuten Texten der Schreib- und Wissenschaftsberatung gehören.

Weitere Anlässe für die Unterstützung beim Verfassen von Anträgen sind die Umstände, dass es (1) bei dieser grundsätzlich nicht veröffentlichten Textsorte kaum einsehbare Beispiele gibt, von denen man einfach lernen könnte, und (2) die manchmal mehr und manchmal weniger umfrangreichen Anforderungen bei der Antragstellung sich von Förderstelle zu Förderstelle und von Förderprogramm zu Förderprogramm stark unterscheiden. Weitere Problemfelder, bei denen eine frühzeitige Beratung oder die Begleitung der Antragstellung hilft, sind:

  • Textaufbau und Struktur
  • einheitliche Gestaltung und Layoutierung des Antrags
  • englischsprachige Antragstellung
  • sprachliche und stilistische Einheitlichkeit bei mehreren AutorInnen
  • fremdsprachliche Probleme, insbesondere bei internationalen Forschungsgruppen
  • mangelnde Erfahrung bzw. Kontakt mit internationalen Förderrichtlinien, z.B. der Rahmenprogramme der Europäischen Union, und den nationalen Abwicklungsagenturen wie z.B. der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG

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