Textsorten - Das Exposé


Oft ist es notwendig, noch bevor die eigentliche Arbeit an einem Forschungsprojekt beginnen kann, das zukünftige Projekt in einem Exposé darzustellen. In der Reihe von Textsorten - Entwurf, Skizze, Abriss etc. -, denen die Perspektive auf ein geplantes Projekt gemeinsam ist, ist das Exposé wohl die formellste. Ein Exposé (nicht zu verwechseln mit dem englischsprachigen "exposé", das eher einer Zusammenfassung bereits getaner Arbeit oder bekannter Fakten meint) wird in der Regel auf Anforderung geschrieben: als geforderter Bestandteil einer Bewerbung, eines Antrages, oder im Rahmen des Zulassungsverfahrens für das Doktoratsstudium.

Als weitgehend formalisierte Textsorte folgt das Exposé einigen klaren Richtlinien: Es hat einen prototypischen Textaufbau, beinhaltet bestimmte obligatorische und manche fakultativen Elemente, richtet sich an ein offenkundiges Zielpublikum, und erfüllt einen klaren kommunikativen Zweck. Die dennoch häufig auftretenden Probleme beim Verfassen eines Exposés ergeben sich manchmal aus festgelegten Wort- oder Zeichenzahlen (zu wenig, zu viel), viel öfter aber aus Unsicherheiten bezüglich der noch nicht begonnenen Forschungsarbeit und generellen Schwierigkeiten bei der Positionierung der eigenen Arbeit bzw. Leistung.

Das Ungewohnte an der Textsorte Exposé ergibt sich also aus der Kombination der beiden kommunikativen Anforderungen: einerseits, ein zukünftiges Projekt anzudenken und in groben Zügen darzustellen; andererseits dieses mögliche Projekt aber auch als möglichst vielversprechend anzupreisen und zu "verkaufen". Diese beiden Funktionen zu vereinen, bedarf zweifellos einer gewissen Routine. Die Schreib- und Wissenschaftsberatung kann hier unterstützend wirken: mit Kursen, detaillierten Unterlagen und Richtlinien, oder Beratung in Bezug auf eine konkretes Exposé.

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